Weihnachtserwartungen

Zur Winterszeit — es war schon kalt —
trafen die Tiere sich im Wald.
Sie überlegten hin und her,
was ihre Erwartung an Weihnachten wär.

„Das Wichtigste”, der Fuchs rief’s klar,
„ist Gänsebraten jedes Jahr!”
„Nein“, sprach das Reh, „entschieden nein,
ein Tannenbäumchen muss es sein.“

Der Eisbär brummte: „Liebes Reh,
viel wichtiger ist noch der Schnee.”
Dem widersprach der braune Bär:
„Den Weihnachtsstollen schätz ich mehr.”

Die Katze mauzte nur den Satz:
,,Ich lieb den Schlaf am Ofenplatz.”
Die Pferde wieherten und scharrten:
,,Wir sind für Klingelschlittenfahrten.“

Die Eule krächzte aus dem Tann:
„Auf die Weihnachtsstimmung kommt es an.“
Und weiter ging’s mit Sternen, Kerzen,
Lametta, Pfefferkuchenherzen.

Bis dann der Esel, grau und schief,
auf Jesus in der Krippe wies.
Da wurd´ es still in Wald und Flur.
Der Hund bemerkte schließlich nur:
„Wir wissen nun, was Sache ist.
Doch weiß der Mensch es eigentlich?”