Lichterkette

Jetzt ist die Zeit der Lichterketten. Überall entdeckt man sie in den Wohnungen. an den Fenstern und später dann an so manchem Weihnachtsbaum. Ein kleines Licht reiht sich an das andere, alle verbunden durch ein gemeinsames Kabel und eingestöpselt in nur eine Steckdose. Aus vielen Lichtern wird eine Kette, die strahlt und den Raum beleuchtet, aber auch etwas mit ihren Lichtern umspielen und verschönern kann. Sobald der Stecker steckt, leuchten alle kleinen Kerzen gleichzeitig. Ist eine der Birnen kaputt, leuchtet gar keine mehr. Dann muss man ziemlich lange suchen, bis man die eine gefunden hat, die sich gelockert hat oder die ausfällt. Ist sie ausgetauscht, leuchten alle wieder im hellen Licht. Es gibt diese Lichterketten in weiß, farbig, mit Farbwechsel und ohne, lang und kurz, mit einfachen Birnchen, mit Kugeln oder anderen kreativen Formen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Die Lichterkette ist ein wunderbares Bild für die Gemeinde. Viele kleine Lichter — so würde ich uns Christen bezeichnen — sind verbunden mit dem Lebensstrom der Liebe Gottes und leuchten — jedes an seinem Platz und miteinander stärker und schöner, als jedes einzelne es allen könnte. Jede kleine Birne braucht die direkte Verbindung zum elektrischen Strom, der durch das Kabel fließt. Wenn sie sich aus der Halterung löst, hat die ganze Kette ein Problem. Wenn eine Birne durchbrennt, belastet das alle anderen. Die Gemeinde ist der Ort, wo wir einander brauchen und miteinander so verbunden sind, dass wir gemeinsam leiden und gemeinsam strahlen. Paulus hat das so ausgedrückt:

Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuten sich alle Glieder mit. Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ein Glied.
(1. Korinther 12,26.27)