6 Tage Mühlviertel – ist das nicht öd? Natürlich nicht, wenn Siegi Seidl das organisiert. Da spielt sich dann schon einiges ab.. Begonnen hat es in St. Thomas am Blasenstein, wo uns eine bestens erhaltene mittelalterliche Mumie erwartet (der „gselchte Pfarrer“) und eine Felsspalte, deren Durchquerung angeblich für lebenslange Buckelwehfreiheit sorgt. Die Gegend ist aber vor allem für den weltweit einzigartigen holzgeschnitzten Kefermarkter Altar bekannt. Schon der zweite Tag bringt mit dem Ausflug nach Krumau (Ceske Krumlov) das absolute Highlight. Für uns Österreicher ist und bleibt Krumau die Stadt Egon Schieles – seine Mutter stammte von dort – was für die Massen an asiatischen Touristen wohl nicht zutrifft. Egal, es ist jedenfalls sehenswert. Dass auch eine „Industriestadt“ wie Linz Aufregendes bieten kann, erlebten wir am dritten Tag bei der Hafenrundfahrt, die etwa bei Brucknerhaus und Lentos begann, und mit der Stadtrundfahrt mit einem kleinen Bummelzug  endet. Zur Abwechslung ging es am vierten Tag wieder ins Mittelalter: Burghausen, die mit 1,05 km längste Burg de Welt, liegt hoch über dem gleichnamigen Ort, der seinem offensichtlichen Reichtum im Barock wunderschöne Bauten verdankt. Obwohl die Attraktion des fünften Tages die Fahrt mit der Pferdeeisenbahn in Kerschbaum ist, darf man die Schönheit und die von einer redegewandten Führerin geschilderte Geschichte von Freistadt nicht geringschätzen. Auch die Heimfahrt bot uns noch einige Höhepunkt, so die Burg Clam und schließlich die Führung durch das Kraftwerk Persenbeug. Auf all diesen Straßen führte uns sicher und behutsam unser Chauffeur Christian. Siegi und Christian: ein tolles Team.

Text: Edith & Karl Walter
Bilder:  Ernst Dollack