Unsere Kirche

Grüß Gott, liebe Kirchenbesucherin!
Grüß Gott, lieber Kirchenbesucher!

Die Kirche am Kagraner Anger ist ein moderner Ziegel-Beton-Bau. Nüchtern in der Ausführung, ohne großartige Kunstwerke. Das schöne barocke Kreuz und das Muttergottes Bild sind Leihgaben. Die Grundsteinlegung war 1969. Damals waren rundherum noch Äcker. Heute ist alles verbaut. Viele Menschen haben hier eine geistige Heimat gefunden. Kirche ist ja nicht nur das Gebäude, sondern die Versammlung aller Getauften zur Feier der Eucharistie und der anderen Sakramente.

In der Taufe werden die Kinder in die Gemeinschaft aufgenommen. Die Erstkommunion ist für die ganze Familie ein festliches Ereignis. Im Sakrament der Firmung entscheiden sich junge Menschen, bewusst als Christen zu leben. Vor dem Altar wird der Bund für das Leben geschlossen. Im Sakrament der Buße und Krankensalbung erfahren die Getauften, dass sie auf ihrem Weg nicht allein sind.Kirche St. Stanislaus Kostka, Pfarre Kagraner Anger, Außenansicht

Die großen Ereignisse des Kirchenjahres, Geburt, Tod und Auferstehung Jesu werden festlich begangen. Die sonntägliche Eucharistiefeier setzt sich für viele noch fort im „Pfarrcafe“.

Die Pfarrkirche ist der wichtigste Ort, den Glauben und das religiöse Leben zum Ausdruck zu bringen. Kirche ist Gemeinschaft und zugleich auch Brücke zu allen Menschen, die ihr Leben aus dem Glauben zu gestalten versuchen. Das Gebäude besteht zwar aus Ziegel und Beton, Kirche aber ist zuallererst Versammlung der Gläubigen zur gemeinsamen Feier, um Gott zu loben und ihm zu danken.

Möge dieser Ort für viele eine „Tankstelle“ sein, Kraft zu schöpfen, inne zu halten, einzukehren, um gestärkt den Weg weiterzugehen

wünscht Ihnen Ihr Provisor Heribert Hatzl

Geschichte

Taufbecken

Taufbecken

Die sprunghafte Entwicklung der Siedlungsgebiete nördlich der Donau veränderte innerhalb weniger Jahre die alte Siedlungsstruktur. Trotz Kirchenneubaus und Pfarrgründung in Neu-Karan war durch die hohe Katholikenzahl und große Entfernung zum Gotteshaus die seelsorgliche Betreuung erschwert. Deshalb schien ein Kirchenneubau und eine Pfarrerrichtung am Kagraner Anger dringlichst. Nach dem Erwerb eines entsprechenden Grundstücks im Februar 1968 wurde die Planung den bekannten Kölner Kirchenplanern Architekt Alfons Leitl und seinem Sohn Florian übertragen.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 29. November 1969 und bereits im Sommer des darauffolgenden Jahres war die Kirche fertiggestellt. Die Weihe erfolgte am 23. August 1970.

Bauwerk und Kirchenpatron

Tabernakel (von Prof. Siegfried Walter)

Tabernakel
(von Prof. Siegfried Walter)

Die Kirche ist auch von Außen als einfacher quadratischer Zentralbau erkennbar. Als Kirchenpatron wurde der hl. Stanislaus Kostka gewählt, der von 1564 – 1567 in Wien lebte. Stanislaus Kostka (1550 – 1568), der einer alten polnischen Adelsfamilie entstammte, musste zäh um seine Berufung ringen. Er sollte eine fundierte Ausbildung erhalten und wurde so in ein jesuitisches Adelskonvikt nach Wien geschickt. Hier traf er 1564 in Begleitung seines Bruders ein. Nach drei Jahren hegte er den Wunsch, in den Jesuitenorden einzutreten, doch wurde seine Aufnahme verweigert, da eine Einwilligung des Vaters nicht zu erwarten war. Kostka flüchtete daraufhin zum ersten deutschen Priester des Jesuitenordens, Petrus Canisius, nach Dillingen und von dort weiter nach Rom. Hier wurde er 1567 vom Ordensgeneral der Gesellschaft Jesu, Francisco de Borja, angenommen. Noch im Noviziat starb er- wohl auch von den psychischen Strapazen

Altarraum

Altarraum

seiner Flucht angegriffen – am Wechselfieber am 15. August 1568. 1726 wurde er heilig gesprochen. Kostka, dessen sterbliche Überreste in der römischen Kirche San Andrea sul Quirinale ruhen, gilt als der Schutzpatron der Studenten. Darstellungen zeigen ihn häufig als Jesuitennovizen mit Lilie oder Wanderstab sowie als Kind mit dem Christuszeichen im Herzen. Das Fest des Heiligen fällt auf den 13. November.

Einrichtung und Ausstattung

Das Innere der Kirche wird von einer ausgewogenen Klarheit bestimmt. Die bunten Glasfenster mit abstrakten Motiven sind Arbeiten der bekannten Künstlerin Lydia Roppolt. Die kleineren Fenster der Eingangsfront zeigen jeweils in leicht abstrahierender Weise die einzelnen Symbole der sieben Sakramente.

Barockes Kreuz (Leihgabe Pfarre Mauer)

Barockes Kreuz
(Leihgabe Pfarre Mauer)

Das barocke Kreuz ist eine Leihgabe der Pfarre Mauer. Der Tabernakel und das Turmkreuz wurden von Siegfried Walter entworfen. Das Taufbecken stellte man mehr zur Mitte der Kirche hin auf, um so auch optisch in Beziehung zum Altarraum zu stehen.

Ursprünglich war eine kleine Orgelempore geplant. Unter deren Aufbau befindet sich in der Nähe vom Eingang eine Kopie des Mariahilferbildes nach Lukas Cranach aus dem 19. Jahrhundert, eine Leihgabe der Pfarre Wolkersdorf.

Kreuzweg (von Alois Lackner)

Die Kreuzwegstationen sind eine Holzreliefarbeit und stammen von Alois Lackner.