1. Advent, 28. November 2021

27. Nov 2021 | Advent 2021, Ankündigungen, GuterGedanke, Spirituelles

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres. Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
Dann wird man den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn dies beginnt, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.
Nehmt euch in Acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht wie eine Falle; denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen. Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt!

Liebe Schwestern und Brüder!
Advent ist eine Zeit der Erwartung. Viele freuen sich auf Weihnachten. Für viele Menschen ist es aber auch eine Zeit der Hektik.
Ein Fest kann nur gelingen, wenn es gut vorbereitet ist. Wie wird diese Vorbereitung heuer aussehen, wenn wir bis 13. Dezember in unserer Freiheit eingeschränkt sind?
Die Kinder freuen sich ja besonders auf Weihnachten und haben viele Wünsche an das Christkind. Sie sind voll Erwartung! Und worauf freuen sich die Erwachsenen?
Zu Weihnachten feiern alle Christen auf der ganzen Welt die Geburt Jesu. Dieses Ereignis hat die Weltgeschichte verändert. Wir zählen die Jahre nach Christi Geburt, auch wenn wir nicht genau wissen, wann Jesus wirklich geboren ist. Es heißt, Jesus ist in Bethlehem geboren und wir sagen: Jesus von Nazareth! Der Evangelist Lukas hat uns diese wunderbare Geburtsgeschichte aufgeschrieben. Ihm geht es nicht um historische Daten, sondern um Jesus, den verheißenen Messias.
Wenn wir jedes Jahr das Geburtsfest Jesu feiern und zwar an einem Tag, wo die Nächte sehr lang sind und die Finsternis vorherrscht, dann drückt die Kirche aus, dass mit Jesus das Licht, das alle Menschen erleuchten will, in die Welt gekommen ist. Dieses Licht, das Kommen Jesu in der Welt, kann man nur mit dem Herzen wahrnehmen. Ruhe, Stille, Besinnung, Nachdenken, Erwartung — Advent, die Ankunft des Herrn.
Der französische Dichter Paul Claudel berichtet, wie er in den ersten Weihnachtstagen 1886 eine unglaubliche Erfahrung machte. Er war damals 18 Jahre alt und ungläubig. Trotzdem ging er in Paris zum Weihnachtshochamt nach Notre Dame. Nicht um zu beten! Er dachte vielmehr, der Weihnachtsgottesdienste sei ein Anstoß für seine schriftstellerische Tätigkeit. Von den vielen Menschen hin und her gestoßen, wohnte er dem Gottesdienst bei, ohne sonderlich Gefallen daran zu finden.
Am Nachmittag kam er auch zur Vesper, da er nichts Besonderes zu tun hatte. Er stand wieder mitten in der Menge, beim zweiten Pfeiler vorne auf der rechten Seite. Als der Knabenchor das Magnificat sang, geschah etwas Unerwartetes:
„In einem Nu wurde mein Herz ergriffen, ich glaubte. Ich glaubte mit einer so mächtigen inneren Zustimmung,… mit solch unerschütterlicher Gewissheit, daß keinerlei Platz auch nur für den leisesten Zweifel offen blieb… Es ist wahr! Gott existiert, er ist da. Es ist jemand, es ist ein ebenso persönliches Wesen wie ich! Er liebt mich, er ruft mich.“
Was war geschehen? Claudel machte die Erfahrung „Gott liebt nicht, er ruft mich!“
Warum werden immer noch gerade zu Weihnachten so viele Menschen berührt? Weil kleine Kinder lieb sind?
Da ist mehr dahinter. Gott eis einer von uns geworden, mit allem, was einen Menschen ausmacht. Dieses unbegreifliche Geheimnis — jeder Mensch ist ein Kind Gottes —zu feiern, lässt uns mehr als sonst zusammenrücken.

Ihr
Heribert Hatzl
Pfarrvikar

Pfarrkaffee
  1. Station:
    So zog auch Josef von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt.  Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind von ihm erwartete.

Frage: Wie verläuft dein Weg hin zu Christus?

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