15. Sonntag im Jahreskreis
, Gedanken zum Evangelium vom 11. Juli 2021

11. Jul 2021 | GuterGedanke, Spirituelles

Jesus rief die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen.
Er gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen.
Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst!
Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter und schüttelt den Staub von euren Füßen, ihnen zum Zeugnis.
Und sie zogen aus und verkündeten die Umkehr. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie

Liebe Schwestern und Brüder!

Nachdem Jesus, wie wir letzten Sonntag im Evangelium hörten, in seiner Heimat Nazareth nicht gehört und nicht ernst genommen wurde, hat er sich mit seinen Jüngern auf den Weg gemacht, um in den Nachbardörfern bis zum Gebiet um den See Genezareth zu lehren.
Als Jesus aus Nazareth weggegangen war, verkündete nicht nur er seine frohe Botschaft. Er rief seine Jünger zu sich und sandte sie aus mit der Vollmacht über die unreinen Geister und mit dem Auftrag die Umkehr zu predigen. Er sandte sie aus, ohne dass sie etwas zu Essen, Geld und Kleidung mitnehmen durften. Einfach nur mit dem was sie an hatten, sandte er sie los.
Gottvertrauen — das ist es, was man braucht, wenn man so ohne große Vorbereitung los geht — ins Ungewisse, mit einer Botschaft, die für die Zeit damals radikal war. Einer Botschaft die von den jüdischen Glaubensgesetzen abwich.
Jesus wusste, dass es für seine Jünger eine schwierige Aufgabe ist, deshalb sandte er sie zu zweit. Einen Weg zu zweit gehen ist leichter. Man kann sich austauschen, positive und negative Erlebnisse miteinander teilen. Erfolge und Misserfolge gemeinsam tragen und die Liebe zueinander vorleben. Sodass die Menschen, denen die Jünger begegneten, durch deren Umgang miteinander, die Botschaft Jesu besser begreifen und verstehen konnten.
So wie Jesus damals seine Jünger gesandt hat, sendet er uns auch heute. Wir alle sind von Gott gesendet die Botschaft Jesu zu verkünden, durch die Vollmacht, die uns in der Taufe zuteilgeworden ist. Wir haben den Auftrag hinaus zu gehen und unseren Glauben durch unser Leben zu bezeugen.
So wie Jesus seine Jünger darauf vorbereitet hat, dass sie scheitern können, so kann es auch uns passieren, dass wir nicht ernst genommen werden. Dass wir, wenn wir von Jesu Botschaft und unserem Glauben reden, an unserem Gegenüber abprallen, vielleicht sogar verspottet werden. Da hat Jesus schon seinen Freunden einen guten Rat mitgegeben. Verzagt nicht, schüttelt den Staub von euren Sandalen und geht weiter.
Das gilt auch für uns, wir sollen mit unseren Argumenten nicht dort verweilen, wo sie keine Frucht bringen, sondern darauf hoffen, vielleicht doch ein kleines Samenkorn gesät zu haben, das irgendwann aufgeht.
Jesus hat seinen Jüngern die Vollmacht über die unreinen Geister gegeben und so hörten wir im Text des Evangeliums auch, dass sie viele Dämonen austrieben. Aber wie können wir die Begriffe „unreine Geister und Dämonen“ heute verstehen? Gibt es diese heute auch noch und wie zeigen sie sich?
Ja, diese unreinen Geister gibt es auch heute noch und sie stürzen die Welt ins Chaos und drängen sie in den Abgrund. Hass, Neid und Missgunst, Ansehen und Macht bedeuten für viele Menschen mehr als Liebe, Achtung und Respekt. Oftmals zählt nur die Macht des Stärkeren. Menschen ohne eine gesellschaftliche Lobby werden ausgegrenzt und verachtet.
Hier ist es unser Auftrag als Christen, diesen Dämonen entgegenzutreten und gegen sie anzukämpfen, in Liebe und Achtung, aber mit Nachdruck.
Und so wie Jesus seine Jünger, um ihre Kräfte zu bündeln und damit sie einander in jeder Situation beistehen können, zu zweit ausgesandt hat, sind auch wir nicht alleine. Diese Gemeinschaft erleben wir jeden Sonntag, wenn wir uns zur Heiligen Messe treffen. Jesus gibt uns mit den Worten des Evangeliums und in der Feier der Heiligen Eucharistie die Kraft und die Ermutigung, seine heilbringende Botschaft zu verkünden, sie hinauszutragen zu den Menschen, durch unser Reden und Handeln. Jeder und jede einzelne soll sich nicht entmutigen lassen, wenn er/sie kein Gehör findet, sondern seinen/ihren Weg mit Jesus weitergehen.
Für uns als Pfarrgemeinde heißt das auch: 
Lassen wir uns nicht entmutigen von dem, was wir gerade nicht schaffen, oder von dem was wir gerade nicht erreichen. Lassen wir uns vielmehr davon ermutigen, dass Jesu Botschaft die Menschen seit über 2000 Jahren erreicht und wir alle, durch unser Zutun in dieser Gemeinschaft am Kagraner Anger, immer wieder dazu beitragen diese Botschaft weiterzutragen.

Ihr
Gerhard Hladky
Diakon

Gott segne dich mit Freude
„Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und mein Vertrauen auf Gott, den Herrn, setze.“ Psalm 73,28
Gott segne Dich mit Kraft
„Die auf Gott vertrauen, bekommen immer wieder neue Kraft.“ Jesaja 40, 31
Gott segne Dich mit Mut
„Lass Dich nicht erschrecken und verliere nicht den Mut.“ Josua 1,9
Gott segne Dich mit Hoffnung
„Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.“ Jeremia 29, 11
Gott segne Dich mit Frieden
„Der Frieden Gottes wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren.“ Philipper 4,7
Gott segnet uns durch Jesus
„Jesus Christus – gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“ Hebräer 13, 8

Bernhard Matzel

Netzwerk-gottesdienst

Kontakt

Pfarre Kagraner Anger

Kagraner Anger 26
1220 Wien

Tel: +43 1 203 23 57
EMail: office@pfarrekagraneranger.at

Kanzleizeiten

Montag, Dienstag  und
Donnerstag 8.30 - 12.00 Uhr 
Freitag 13.30 - 18.00 Uhr

Bitte beachten Sie beim persönlichen Besuch die Einhaltung der Hygienemaßnahmen wie Maskenpflicht, 1m Abstand und Handhygiene.

Außerhalb dieser Zeiten sprechen Sie Ihr Anliegen bitte auf den Anrufbeantworter oder Sie schreiben uns eine E-Mail.

► Gottesdienste

► Caritas

Archive