19. Sonntag im Jahreskreis, 8. August 2021

8. Aug 2021 | Ankündigungen, GuterGedanke, Spirituelles

In jener Zeit murrten die Juden gegen Jesus, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.
Und sie sagten: Ist das nicht Jesus, der Sohn Josefs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann er jetzt sagen: Ich bin vom Himmel herabgekommen?
Jesus sagte zu ihnen: Murrt nicht! Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. Bei den Propheten steht geschrieben: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen. Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen. Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben.
Ich bin das Brot des Lebens.
Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben.
Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.

Liebe Schwestern und Brüder!
Es gibt Geschichten, die kann keine Schriftsteller spannender schreiben, diese Geschichten schreibt das Leben.
Da fährt einer sein Auto zu einem Blechhaufen und er hat nicht einmal einen Kratzer. Da überlebt einer ein Erdbeben, ist tagelang eingeschlossen, ein kleiner Hohlraum war seine Rettung.
Es gibt Geschichten, die kann nur das Leben schreiben. Wer von uns Älteren hätte jemals gedacht, dass der Monolith von einem Ostblock einmal auseinander bricht? Ein Land nach dem anderen gewann die langersehnte Freiheit. Was über Jahrzehnte unglaublich erschien, ist Wirklichkeit geworden.
In unserem Glauben ist vieles aus unglaublich und dennoch Wirklichkeit. Gott wird ein Mensch! Dreissig Jahre lebt dieser Mensch JESUS im Kreis seiner Familie. Er arbeitet, wie sein Vater Josef, als Zimmermann und bereitet sich im Verborgenen auf seine Sendung vor. Und als er sich dann mit seiner Botschaft in aller Öffentlichkeit an die Menschen richtet, verspüren seine Zuhörer sofort die prophetische Sprengkraft seiner Rede.
Er legt den Menschen keine Lasten auf, wie die Priester und Pharisäer. Seine Botschaft macht die Menschen froh, wirkt befreiend und stiftet Hoffnung und Zuversicht.
Im Bilderreichtum seiner Gleichnisse erschließt er den Menschen das Himmelreich, das einem Schatz und einer Perle gleicht. Er versucht den Menschen begreiflich zu machen, nicht was das Auge vordergründig sieht, ist das Eigentliche, sondern das was das Herz wahrnimmt.
Wir könnten heute sagen: Was nützen die Augen, wenn das Herz blind ist?
Die Menschen zur Zeit Jesu haben ihn zwar wahrgenommen, aber nur vordergründig. Ist das nicht der Sohn von Josef und Maria? Die kennen wir doch! Die sind ja aus unserem Dorf! Wie kann der sagen, dass er vom Himmel herabgestiegen ist?
Sie verstehen nicht, dass Gott durch einen von ihnen wirken kann. Was nützten die Augen, wenn das Herz blind ist?
Unser Leben lang müssen wir in die Sehschule Gottes gehen. Das Leben schreibt so viele Wunder, wie sie kein Literat schreiben kann. Wir müssen nur lernen, mit dem Herzen zu sehen.

Ihr
Heribert Hatzl
Pfarrvikar

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