2. Fastensonntag, Gedanken zum Evangelium vom 28. Februar 2021

28. Feb 2021 | Ankündigungen, GuterGedanke, Spirituelles

In jener Zeit
nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihnen verwandelt;
seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann.
Da erschien ihnen Elíja und mit ihm Mose und sie redeten mit Jesus.
Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja.
Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen.
Da kam eine Wolke und überschattete sie und es erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.
Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemanden mehr bei sich außer Jesus.
Während sie den Berg hinabstiegen, gebot er ihnen, niemandem zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei.
Dieses Wort beschäftigte sie und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehe.

Liebe Schwestern und Brüder!

Über den Tod reden wir nicht gerne, die Kinder schon gar nicht. Manche reden über den Tod nur dann, wenn jemand gestorben ist, den sie gekannt haben. Sie sind dann überrascht oder traurig. Oft kann man hören: Sterben müssen wir alle!
Solange der Tod andere betrifft, möchte man mit ihm nichts zu tun haben. Denn wer möchte schon an die eigene Sterblichkeit denken, wenn es ihm/ihr gut geht und er/sie bei bester Gesundheit ist?
In der Botschaft Jesus hat der Tod immer etwas zu tun mit der Frage nach der Auferstehung der Toten. Seine Jünger fragen ihn oft danach.
Die Verklärungs-Geschichte des Evangeliums ist eine Auferstehungs-Geschichte. Als Markus diese Geschichte aufgeschrieben hat, gab es unterschiedliche Vorstellungen der Menschen über den Tod und das Weiterleben nach dem Tod. Einige meinten, mit dem Tod ist alles aus. Wieder andere waren der Überzeugung, mit dem Tod trennt sich die Seele vom Leib, während der Leib zerfällt. Häufig war auch die Auffassung, dass es keine Auferstehung der Toten gibt, sondern der Mensch kommt noch einmal auf die Welt und beginnt ein neues Leben. Jesus sagt dazu etwas ganz anderes: Über Auferstehung der Toten kann man nur in Bildern reden. Unser menschlicher Verstand und unsere irdischen Vorstellung reichen nicht aus zu begreifen, was im und nach dem Tode geschieht.
Schon in der Antike haben die Menschen die Vorstellung gehabt, auf den Bergen kann man Gott ganz nahe sein. Auch die Bibel spricht darüber. Der Berg ist im Alten und im Neuen Testament ein Bild für die Nähe Gottes. Auch im heutigen Evangelium begegnet uns das Bild des Berges, auf dem eine Gottesbegegnung stattfindet.
Petrus möchte vor Freude Hütten bauen – sie wurden aufgestellt, wenn das Laubhüttenfest gefeiert wurde.
Die Wolke ist ebenso ein Bild für die Anwesenheit Gottes.
Vieles in unserem Leben können wir nur mit Bildern ausdrücken. Niemand kann einem/einer anderen sagen, wie sehr er ihn/sie liebt.
Jesus nimmt ein Bild, wenn es um den Tod und die Auferstehung geht: Das Samenkorn – es muss zuerst in die Erde fallen und sterben, damit es Neues hervorbringen kann!
Auferstehung ist allein Gottes Werk. Der Gott, an den wir Christen glauben, ist ein Gott der Lebenden und nicht der Toten.
Das Geheimnis Gottes ist die Liebe.
Wer die Liebe lebt, lebt in Gott und Gott lebt in ihm!

Ihr
Heribert Hatzl
Pfarrvikar

In unserem täglichen Leben
versperrt uns
Ignoranz
den Blick auf das Wesentliche.
Zeig uns durch dein Licht den
richtigen Weg.

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