23. Sonntag im Jahreskreis, 12. September 2021

12. Sep 2021 | Ankündigungen, GuterGedanke, Spirituelles

In jener Zeit ging Jesus mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsaréa Philíppi. Auf dem Weg fragte er die Jünger: Für wen halten mich die Menschen?
Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für sonst einen von den Propheten.
Da fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Christus!
Doch er gebot ihnen, niemandem etwas über ihn zu sagen.
Dann begann er, sie darüber zu belehren: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er muss getötet werden und nach drei Tagen auferstehen.
Und er redete mit Freimut darüber. Da nahm ihn Petrus beiseite und begann, ihn zurechtzuweisen.
Jesus aber wandte sich um, sah seine Jünger an und wies Petrus mit den Worten zurecht: Tritt hinter mich, du Satan! Denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
Er rief die Volksmenge und seine Jünger zu sich und sagte: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten.

Liebe Schwestern und Brüder!
Wer ist dieser Jesus? Diese Frage stellt nun das heutige Evangelium. Es ist dies die wichtigste Frage im ganzen Evangelium: Wer war er?
Handwerker, Prophet, Wanderprediger, ein Träumer, Johannes der Täufer, Elija — und Jesus fragte seine Jünger: Für wen haltet ihr mich?
Simon Petrus traf den Nagel auf den Kopf: Du bist der Messias. Jesus selbst nennt sich den Menschensohn.
Er ist der Messias, aber nicht so, wie sich das die Menschen vorstellten: der, der die Römer aus dem Land vertreibt; der, der ein Königreich errichtet. Also ein glanzvoller Messias mit hochgespannten Erwartungen, sondern ein Menschensohn als Messias, der durch Tod und Leiden gehen wird.
Wer an IHN glaubt, folgt ihm auf seinem Weg! Glaube ist mehr als Zustimmung zu bestimmten Wahrheiten. Es ist das JA des Menschen zum Wort Gottes, zur ganzen Wirklichkeit, zu Jesus.
Er ist der Messias, der Leiden auf sich nimmt, der getötet wird, aber am dritten Tag aufersteht.
Das war dem Petrus zu viel, er nahm Jesus zur Seite und machte ihm Vorwürfe: Wie kann er denn so etwas sagen!
Jesus aber wies Petrus zurecht: Weg mit dir Satan, du denkst, was die Menschen denken, aber nicht das was Gott will.
Petrus hat sich den Rüffel sehr zu Herzen genommen. Später, als erster Bischof von Rom, hat er in einem Brief an die Gemeinde folgendes geschrieben:
Der Teufel geht wie ein brüllender Löwe umher und versucht alles Gute zu verschlingen.
 Gebt dem Teufel keinen Raum, widersteht ihm in der Kraft des Glaubens.
Schwestern und Brüder, der Glaube ist die tiefe Mitte des Menschen, das Herz und alles was aus dem Herzen kommt, jedes gute Wort und jede gute Tat.
Wer mein Jünger sein will, folge mir nach. Er nehme das Kreuz auf sich und folge mir! Ja, nicht ganz so einfach, denken wir, was so um uns passiert — vor 20 Jahren New York/World Trade Center, heute Afghanistan. Dann auch die ganz persönlichen Kränkungen — alles Kreuze.
Aber letztlich ist die Liebe Gottes stärker und die Liebe zu Gott in uns.
Wir haben Jesus gesucht. Wir haben uns gefragt wer er ist. Er hat sich, heute würde man sagen, geoutet. Und Gott? Wo ist Gott?
Fußspuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen
war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur
zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.
Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten
meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am
meisten brauchte?“
Da antwortete er:
„Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie
allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“

Margaret Fishback Powers

Liebe Schwestern und Brüder, das ist Gott! Amen.

Ihre
Roman Gratzenberger

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