3. Sonntag in der Osterzeit 18. April 2021

18. Apr 2021 | Ankündigungen, GuterGedanke, Spirituelles

Die beiden Jünger, die von Emmaus zurückgekehrt waren, erzählten den Elf und die mit ihnen versammelt waren, was sie unterwegs erlebt und wie sie Jesus erkannt hatten, als er das Brot
brach.
Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen.
Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße.
Als sie es aber vor Freude immer noch nicht glauben konnten und sich verwunderten, sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen.
Dann sagte er zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesprochen habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht.
Darauf öffnete er ihren Sinn für das Verständnis der Schriften.
Er sagte zu ihnen: So steht es geschrieben: Der Christus wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen und in seinem Namen wird man allen Völkern Umkehr verkünden, damit ihre Sünden vergeben werden.
Angefangen in Jerusalem, seid ihr Zeugen dafür.

Liebe Schwestern und Brüder!

Wallfahrtsorte, die durch Marienerscheinungen entstanden sind, haben in der katholischen Kirche in den letzten 150 Jahren einen großen Aufschwung erlebt: von Lourdes über Fatima bis Medjugorje.
Viele nehmen große Strapazen auf sich, um an einen Ort der Erscheinungen zu reisen. Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn hinter all diesen Anstrengungen echter Glaube und nicht Wundersucht und Aberglauben stehen.
Seit 2.000 Jahren erzählen die Evangelien von Erscheinungen des gekreuzigten und auferstandenen Jesus. Wir haben uns an diese Ostergeschichten schon so gewöhnt, dass sie uns nicht mehr unter die Haut gehen. Viele sagen heute: Mit so etwas fange ich nichts an, ich glaube nur das, was ich sehen kann.
Aber grade die Osterbotschaft ist für alle Christen der tragende Grund ihres Glaubens. Sagt ja schon der Heilige Paulus: „Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und eurer Glaube sinnlos.“ Kor 15,14
Die Freunde Jesu konnten sich eine Auferstehung genauso wenig vorstellen, wie wir. Aber sie machten eine konkrete Erfahrung, die sie befähigte, Zeugen seiner Auferstehung zu sein.
Der Osterglaube ruht bis heute auf dem Zeugnis der Anderen. Die Botschaft des Auferstandenen lautet: „Friede sei mit euch!“. Diese Botschaft von Befreiung und Vergebung soll weitergesagt werden. Nicht Sonntagspflicht, Fastenpflicht, Christenpflicht, eheliche Pflicht usw., sondern Sonntagsfreude, Christenfreude, Fastenfreude, eheliche Freude!
Viele Christen kommen mir vor wie der Schmied, der selbstständig sein wollte. Er kaufte einen Amboss, einen Hammer und einen Blasebalg und machte sich an die Arbeit. Vergeblich, in der Schmiede bewegte sich nichts. Ein alter Schmied sagte ihm: Du hast alles, was du brauchst, nur der Funke fehlt!
Fehlt in der Kirche heute nicht sehr oft der Funke? Wir sind als Kirche durchorganisiert, planen und besprechen sehr viel, wir organisieren und debattieren, aber es geht trotzdem nicht viel weiter. Es machen sich Ratlosigkeit und Frustration breit! Österliches Christsein und somit Zeugnis für Jesus erwächst nicht aus dem „Du sollst…“ oder dem „Du musst…“, sondern aus der Freundschaft mit Jesus. Und in der Freundschaft ist nicht Pflicht vorherrschend, sondern Liebe und Freude.
An den Auferstandenen glauben muss ablesbar an leuchtenden Augen, Kraft in den Taten und an einer großen Liebe im Herzen sein!

Ihr
Heribert Hatzl
Pfarrvikar

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