4. Advent, 19. Dezember 2021

19. Dez 2021 | Advent 2021, Ankündigungen, GuterGedanke, Spirituelles

In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
Sie ging in das Haus des Zacharías und begrüßte Elisabet.
Und es geschah: Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
Und selig, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

Liebe Schwestern und Brüder!

Was soll eigentlich die Geschichte von der Jungfrauengeburt, die wir schon am 8. Dezember gehört haben?
Das ist ein Mythos aus der Antike, könnten die einen sagen und die anderen könnten unnachgiebig am biologischen Wunder festhalten und meinen, damit sei schon alles gesagt. Aber weder das eine, noch das andere ist richtig. Zu sagen, das ist einfach ein Wunder und das muss man glauben, würde der Erzählung nicht gerecht werden.
Eine einfache Geschichte könnte uns zu tieferem Verstehen verhelfen:
Eines Tages sagte das Auge: „ Ich sehe hinter diesen Tälern ein großes Licht. Ist es nicht wunderschön?“ 
Das Ohr lauschte und sagte nach einer Weile: „Wo ist das Licht, ich höre nichts!“
Darauf sagte die Hand: „Ich versuche vergeblich es zu greifen. Ich finde kein Licht“
Die Nase meinte: „Ich rieche gar nichts. Da ist kein Licht!“
Sie diskutierten und kamen zum Schluss: Mit den Augen stimmt etwas nicht.
Da wurde das Auge traurig und sagte: „Wie soll ich es ihnen nur sagen?“
Wenn ich etwas nicht sofort verstehe, heißt das noch lange nicht, dass es das nicht gibt! Das Evangelium möchte uns Antwort geben auf die Frage: Wer ist dieser Jesus eigentlich? Diese Frage haben sich nicht nur die ersten Anhänger:innen Jesu gestellt, sondern alle nachfolgenden Christ:innen bis zum heutigen Tag.
Eine erste Antwort: In Jesus erfüllt sich die Verheißung Gottes durch die alttestamentarischen Propheten, dass Gott selbst zu den Menschen kommen wird.
Eine zweite Antwort: Wer ist dieser Jesus? Sein Name sagt es so schon: Gott ist Heil — Gott ist unser Heil. Wir haben alle schon erfahren, dass uns ein Mensch zum Heil wurde, dass er uns zu Hilfe kam. In einer dringenden Situation hat er/sie uns beigestanden und geholfen. Aber auch umgekehrt sind wir für andere zum Heil geworden, weil wir ihm/ihr mit Rat und Tat zur Seite gestanden sind.
Eine dritte Antwort: Wenn Gott unser Heil ist, dann ist er auch mit uns. Durch Jesus ist Gott ganz mit uns.
Viele Menschen können heute nicht mehr an Gott glauben. Seit Friedrich Nietzsche verkündet hat: „Gott ist tot.“, sind immer mehr seiner Überzeugung gefolgt. Aber welcher Gott ist tot? Der, den die Menschen im Laufe der Geschichte gemacht haben? Dietrich Bonhoeffer, im KZ Flossenbürg am 9. April 1945 hingerichtet, sagte es sehr deutlich: „Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht!“
An Gott kann ich nur glauben, vertrauen!
Ist unser Leben in den letzten Jahren froher und glücklicher geworden, wo so viele sich als Gott aufspielen? Leben wir froher und freier miteinander? Die Geschichte zeigt uns sehr deutlich, wo der Glaube an Gott allmählich verschwindet und Menschen ihre Macht ausspielen, wird das Leben vieler zur Hölle!
Um die Botschaft Gottes anzunehmen, die uns Jesus gebracht hat, gehört ein bisschen Demut dazu. In Jesus ist Gott einer von uns geworden. Das feiern wir zu Weihnachten. Deshalb können wir diesem Fest getrost entgegengehen und mit herzlicher Freude feiern: Gott ist mit uns!

Ihr
Heribert Hatzl
Pfarrvikar

Pfarrkaffee

In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und sagte: Fürchtet euch nicht!

Für wen bist du ein Engel und nimmst die Angst auf dem Weg zu Christus?

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