4. Sonntag in der Osterzeit 25. April 2021

25. Apr 2021 | GuterGedanke, Spirituelles

Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen, lässt die Schafe im Stich und flieht; und der Wolf reißt sie und zerstreut sie. Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt.
Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe.
Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.
Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen. Niemand
entreißt es mir, sondern ich gebe es von mir aus hin. Ich habe Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.

Liebe Schwestern und Brüder!

Ein etwas polemisches Wort sagt, dass es zwei Arten von Hirten gibt: die Einen interessieren sich für die Wolle, die Anderen für das Fleisch. Für die Schafe interessiert sich niemand.
Einen Menschen kann man nicht tiefer degradieren, als wenn man sich für ihn nur interessiert, solange er etwas leisten kann und für die Wirtschaft etwas bringt.
Welch eine Enttäuschung, wenn einer/eine spürt, der/die meint gar nicht mich, der/die will nur etwas von mir. Das ist leider auch meine Erfahrung und die vieler Priester. Manche Menschen kommen nur zu uns, wenn sie von uns etwas brauchen. Wenn jemand anruft, von dem ich schon jahrelang nichts gehört habe, dann weiß ich, er/sie will etwas von mir.
Dabei hat jeder Mensch Sehnsucht nach Liebe, Anerkennung, Respekt und Verstanden werden. Wenn dieses Bedürfnis nicht gestillt wird, landen manche Menschen im Sprechzimmer von Psychotherapeuten.
Im heutigen Evangelium wird uns einer vorgestellt, der sich für die Menschen interessiert. Er sagt, dass er der gute Hirte ist. Er weiß um die Bedürfnisse und Sehnsüchte der Menschen nach Heilung, Leben, Freude, Frieden, Freiheit und Glück:

  • auf der Hochzeit von Kana schenk er Wein in Überfluss als Zeichen des Lebens und der Freude
  • er schenkt Gesundheit und Heil, indem er Lahme, Blinde, Taube, Stumme, Kranke genauso berührt, wie Gesunde und ihnen dadurch zeigt, dass sie vollwertige Menschen sind
  • er verurteilt die Ehebrecherin nicht, sondern spricht sie von ihrer Schuld frei und schenkt ihr einen neuen Anfang und eine neue Hoffnung

„Ich bin der gute Hirte.“, das heißt: Ich habe Interesse an den Menschen, sie sind mir wichtig, ich empfinde große Sympathie für sie. Der Name Jesu bedeutet so viel wie: Gott heilt, Gott rettet, Gott macht ganz!
Das Interesse Jesu an den Menschen zeigt sich nicht nur am Bild des guten Hirten, sondern auch am Bild des „Christus medicus“. Er ist der Arzt, der nicht an den Patienten verdient, sondern mit ihnen leidet, weil er selbst der Verwundete ist.
Jeder Mensch hat eine einzigartige Würde. In der Begegnung mit den Menschen darf es uns Christen nicht um den Nutzwert gehen — was kann ein Mensch noch leisten — sondern es muss uns immer um die Einzigartigkeit jedes/er Einzelnen gehen.
Dadurch helfen wir mit, Menschen zu heilen, sie zur Freude, zum Frieden und
zur Freiheit zu führen.

Ihr
Heribert Hatzl
Pfarrvikar

Pfarrkaffee

Er sei dein Hirte,

der dich trägt, wenn du müde bist, der dich verbindet, wenn du verletzt bist,
der dich in Mutlosigkeit aufrichtet,
der dich in Traurigkeit tröstet und dich in seine Arme birgt.
Wenn Löwen um dich brüllen, möge er bei dir sein!
Mögest du dein Haupt aufheben und erkennen: Der Hirte ist der König der ganzen Erde.

Ruth Heil

Netzwerk-gottesdienst

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