5. Sonntag in der Osterzeit 2. Mai 2021

2. Mai 2021 | Ankündigungen, GuterGedanke, Spirituelles, Top

Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.
Und daran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind. Und wir werden vor ihm unser Herz überzeugen, dass, wenn unser Herz uns verurteilt, Gott größer ist als unser Herz und alles weiß.
Geliebte, wenn das Herz uns aber nicht verurteilt, haben wir gegenüber Gott Zuversicht;
und alles, was wir erbitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und tun, was ihm gefällt.
Und das ist sein Gebot: Wir sollen an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben gemäß dem Gebot, das er uns gegeben hat.
Wer seine Gebote hält, bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat.

Liebe Schwestern und Brüder!

Wir sollen glauben und einander lieben, meint der Apostel Johannes in seinem Brief.
Einem Brautpaar am Hochzeitstag oder jung Verliebten braucht man das nicht zu sagen. Wunderschön, wenn sich ein Paar in vorgerücktem Alter, Geschwister, Familie, Kollegen, eine Wohngemeinschaft durch Harmonie, Frieden und Hilfsbereitschaft auszeichnen.
Aber ist das wirklich wahre Liebe? Dass man zum Anderen immer Ja und Amen sagt und macht, was er/sie möchte? Absolut NEIN! Wahre Liebe muss zum geliebten Menschen auch einmal NEIN sagen können. Das wissen Eltern am Besten. Sie lieben ihr Kind, aber sie können nicht immer JA und AMEN sagen.
Vielleicht würden heute weniger Ehen in die Brüche gehen, wenn die Partner gelernt hätten, einmal liebevoll NEIN zu sagen. Wenn Menschen sich gegenseitig überfordern und ausnützen, ist das nicht Liebe, sondern Egoismus. Wer immer nur hergibt, kann bald verbraucht sein.
In der Urkirche sagten Aussenstehende über die Christen: „Seht, wie sie einander lieben.“
Und das ist bis heute die Vorstellung mancher Leute, dass es in einer Pfarre keinen Streit, keine Meinungsverschiedenheit, kein böses Wort und keinen Vorwurf gibt.
Wir wissen aus der Apostelgeschichte, dass es schon in der Urkirche Streit und Meinungsverschiedenheiten gegeben hat.
Petrus und Paulus hatten gehörige Auseinandersetzungen und fassten einander nicht mit Samthandschuhen an. Und beim ersten Apostelkonzil 48/49 n.Chr. ging es ganz schön hitzig zu.
Was dabei herauskam? Sie haben ihre Konflikte konstruktiv miteinander ausgetragen und sind daran gewachsen um neu anzufangen.
Zum Glauben gehört wesentlich die Toleranz. Gerade durch die Intoleranz der religiösen Fanatiker wird ungeheuer viel Leid in die Welt gebracht. Viele Kriege in der Welt sind Religionskriege! Und warum musste Jesus damals so grausam sterben? Weil die religiösen Menschen in ihrer Starre ihn einfach nicht verstanden haben. „Wir haben ein Gesetz und nach dem muss er sterben.“ war die Begründung.
Der Apostel Johannes meint, wir sollten glauben und einander lieben! Verstehen wir diesen Satz einmal so:
Seht, wie Gott uns liebt, er sagt zu uns JA, so wie wir sind. Diese Liebe können wir weiterschenken!

Ihr
Heribert Hatzl
Pfarrvikar

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„Wer in  mir bleibt und in wem ich bleibe.“ Christus spricht hier von unserer Einheit mit ihm, aber auch von seiner Einheit mit uns. Wenn wir mit ihm eins sind, ist er im Innersten unseres Herzens gegenwärtig.
Daraus erwächst eine Beziehung, ein Dialog der gegenseitigen Liebe, eine Zusammenarbeit zwischen Jesus und uns, seinen Jüngerinnen und Jüngern. Die Folge ist reiche Frucht, – so wie der Rebzweig, der mit dem Weinstock verbunden ist, köstliche Trauben hervorbringt.

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