Do 21. Mai, Christi Himmelfahrt

21. Mai 2020 | GuterGedanke

In jener Zeit
gingen die elf Jünger nach Galiläa
auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen,
fielen sie vor ihm nieder, einige aber hatten Zweifel.
Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen:
Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde.
Darum geht
und macht alle Völker zu meinen Jüngern;
tauft sie
auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
und lehrt sie,
alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.
Und siehe,
ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

  Liebe Schwestern und Brüder!

Die Stimmung in unserem Land ist wieder locker geworden. Zwei Monate waren wir eingesperrt. Jetzt gibt es endlich wieder mehr Freiheit. Die Kirchenbänke sind zwar noch schwach besetzt, aber wir dürfen, wenn auch eingeschränkt, wieder am Gottesdienst teilnehmen. Das gemütliche Beisammensein im Pfarrcafé wird noch nicht so schnell möglich sein.
40 Tage nach der Auferstehung Jesu feiert die Kirche das Fest der Himmelfahrt Jesu. Viele fangen mit diesem Begriff nichts mehr an und sie nehmen die Gelegenheit wahr, den Feiertag individuell zu gestalten.
Der Evangelist Matthäus berichtet uns, dass Jesus sich auf einem Berg verabschiedet hat. In seiner Botschaft hat er darin viel verpackt. Am Ende eines Menschenlebens weiß man oft viel mehr, wie zu seinen Lebzeiten. Matthäus legt Jesus die Worte in den Mund, wer ER für uns ist und immer bleiben wird.
Die Freunde Jesu haben sich bei seinem Leidensweg nicht besonders mutig verhalten. Sie sind davongelaufen, aus Angst, dass sie das selbe Schicksal treffen kann. Anders die Frauen. Sie sind geblieben. Und jetzt, wo einige bezeugen, dass er lebt, zweifeln sie. Jesus jedoch sagt ihnen, wer er ist. Er sagt ihnen, dass ihm alle Macht gegeben ist, im Himmel und auf Erden.
Die da zweifeln, sollen hinausgehen in die ganze Welt, zu allen Völkern und die Menschen zu SEINEN Jüngerinnen und Jüngern machen. Jesus glaubt an die Kraft seiner Botschaft und er glaubt an die Kraft der Menschen, die Botschaft zu leben und zu bezeugen.
Jesus hat nie gesagt, dass der Glaube eine Privatsache sei. Das möchten uns ja immer wieder gewisse politische Kreise einreden. Die Christen haben von Jesus den Auftrag die Gesellschaft mitzugestalten. Die Welt soll zum Besseren verwandelt werden. Die Botschaft Jesu soll wie ein Sauerteig wirken.
Sauerteig sein ist eine Aufgabe für jeden Christen. Das ist viel verlangt, aber nicht unmöglich. Denn ER selbst ist dabei. ER gibt Kraft, Mut und Stärke. Das haben uns ungezählte Anhänger Jesu im Laufe der Geschichte gezeigt und vorgelebt. „Habt keine Angst, ich bin bei euch, alle Tage, bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,20)
Das ist die trostvolle Botschaft am Fest Christi Himmelfahrt. Nach dieser langen Durststrecke dürfen sich viele Christen wieder freuen, den auferstandenen Herrn bei jedem Gottesdienst zu feiern. Das läßt uns voll Zuversicht hoffen, dass diese Pandemie eines Tages doch besiegt ist und das Leben in die kleinen und großen Gemeinschaften wieder voll zurückkehrt.

Ihr Pfarrvikar

Heribert Hatzl

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