Do 9. April, Diakon Gerhard Hladky zum Gründonnerstag

9. Apr 2020 | GuterGedanke

1
Es war vor dem Paschafest
Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war,
um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen.
Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren,
liebte er sie bis zur Vollendung.
2
Es fand ein Mahl statt
und der Teufel
hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskáriot,
schon ins Herz gegeben, ihn auszuliefern.
3
Jesus,
der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte
und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte,
4stand vom Mahl auf,
legte sein Gewand ab
und umgürtete sich mit einem Leinentuch.
5Dann goss er Wasser in eine Schüssel
und begann, den Jüngern die Füße zu waschen
und mit dem Leinentuch abzutrocknen,
mit dem er umgürtet war.
6
Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm:
Du, Herr, willst mir die Füße waschen?
7
Jesus sagte zu ihm:
Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht;
doch später wirst du es begreifen.
8
Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen!
Jesus erwiderte ihm:
Wenn ich dich nicht wasche,
hast du keinen Anteil an mir.
9
Da sagte Simon Petrus zu ihm:
Herr, dann nicht nur meine Füße,
sondern auch die Hände und das Haupt.
10
Jesus sagte zu ihm:
Wer vom Bad kommt, ist ganz rein
und braucht sich nur noch die Füße zu waschen.
Auch ihr seid rein,
aber nicht alle.
11
Er wusste nämlich, wer ihn ausliefern würde;
darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.
12
Als er ihnen die Füße gewaschen,
sein Gewand wieder angelegt
und Platz genommen hatte,
sagte er zu ihnen:
Begreift ihr, was ich an euch getan habe?
13
Ihr sagt zu mir Meister und Herr
und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es.
14
Wenn nun ich, der Herr und Meister,
euch die Füße gewaschen habe,
dann müsst auch ihr einander die Füße waschen.
15
Ich habe euch ein Beispiel gegeben,
damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

heute am Gründonnerstag feiern wir die Einsetzung der Heiligen Eucharistie durch Jesus, am letzten Abend mit seinen Freunden. Mit den Worten, die wir in der neutestamentlichen Lesung des Paulus (1Kor 11,23-26) hörten. Er hat uns bis heute dazu eingeladen in dieser Feier des Brotes und des Weines seiner regelmäßig zu gedenken.
Umso schmerzlicher ist es für uns, diese Eucharistie seit dem 16.März nicht mehr gemeinsam feiern zu können, uns zu versammeln und uns durch den Leib Jesu in der betenden und singenden Gemeinschaft stärken zu lassen.
Umso wichtiger ist es, dass wir uns in dieser Zeit bewusst sind, dass wir in den Eucharistiefeiern unserer Priester, mit eingebunden sind und durch diese Verbundenheit die geistliche Kommunion empfangen.
Wenn wir uns Zuhause hinsetzten, zur gewohnten Gottesdienstzeit alleine, oder mit unseren Liebsten beten, wissen wir, dass unsere Gemeinschaft auch über die räumliche Trennung weiter besteht und wir füreinander und miteinander beten.
Dieses gemeinsame Gebet führt uns gestärkt durch diese schwierige Zeit. Eine Zeit, in der wir trotz räumlicher Distanz die Chance haben, einander näher zu sein, als im normalen Alltag.
Jesus zeigt uns heute im Evangelium des Johannes, ganz deutlich in seinem Handeln, was unser Auftrag als Christen ist.
Er, der Meister, hat seinen Freunden die Füße gewaschen, ein Dienst der jener eines Sklaven ist.
Jesus sagt seinen Freunden, tut es mir gleich, dient einander.
Eine Einladung die auch an uns geht. In besonderer Weise können wir diesem Auftrag, jetzt, da wir von einem Virus bedroht werden, nachkommen.

Ich habe in den letzten zwei Wochen mit einigen Mitgliedern unserer Pfarrgemeinde telefoniert.
Mir ist in diesen Gesprächen aufgefallen, dass die Hilfsbereitschaft untereinander und die Aufmerksamkeit zueinander sehr groß ist.
Jenen die Hilfe, etwa beim Einkaufen brauchen, wird von Freunden, Familien- und Pfarrmitgliedern geholfen. Viele halten mittels des Telefons, Video Chats und verschiedener Messenger Kontakt zueinander.
Im heutigen Evangelium (Joh 13, 1-15) ist mir noch ein Aspekt aufgefallen. Wenn wir uns Petrus betrachten, tut er sich ziemlich schwer den Dienst, welchen Jesus an ihm tun möchte, anzunehmen.
Er ziert sich anfangs ziemlich, erst als Jesus im sagte, dass er keinen Anteil an ihm habe, wenn er es nicht geschehen lasse, lenkte Petrus ein.
Sich helfen lassen um Anteil zu haben.
Wie geht es uns damit, Hilfe die uns angeboten wird, anzunehmen?
Hilfe wird uns heute, in dieser Krise, oft angeboten, lernen wir sie anzunehmen.
Dieses Annehmen ist Teilhaben an der Gemeinschaft mit Jesus und an der Gemeinschaft unter uns Menschen.

Ihr Diakon
Gerhard Hladky

Schwestern und Brüder!
23
Ich habe vom Herrn empfangen,
was ich euch dann überliefert habe:
Jesus, der Herr,
nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot,
24
sprach das Dankgebet,
brach das Brot
und sagte: Das ist mein Leib für euch.
Tut dies zu meinem Gedächtnis!
25
Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch

und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut.
Tut dies, sooft ihr daraus trinkt,
zu meinem Gedächtnis!
26
Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt,

verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

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Gottesdienst am Gründonnerstag
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