Gedanken zum 2. Adventsonntag

6. Dez 2020 | Advent, GuterGedanke, Spirituelles

Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes:
Es begann, wie es bei dem Propheten Jesaja steht: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen.
Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!
So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündigte Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden.
Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften, und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig.
Er verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren.
Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

Liebe Schwestern und Brüder!

Eine jüdische Geschichte erzählt von einem Rabbi, der einige gelehrte Männer, die bei ihm zu Gast waren, fragte: „Wo wohnt Gott?“ Da lachten sie ihn aus!“ Wie redest du? Die Welt ist doch voll von Gottes Herrlichkeit!“ 

Der Rabbi aber sagte: „Gott wohnt, wo man ihn einlässt!“ Die Frage nach Gott stellen die Menschen, seit es sie gibt. Warum ist etwas? Wie ist alles entstanden? Was hat die ganze Schöpfung für einen Sinn?

Der Advent kann uns ein Weg sein, tiefer nachzudenken. Begreifen können wir Gott nicht. Man kann ihn auch nicht besitzen. Auch nicht durch einen tiefen Glauben. Gott bleibt immer ein Geheimnis. Als Menschen sind wir unser ganzes Leben lang Suchende, Fragende, Ringende. „Nicht den Weisen, nein, den Frommen, wird die wahre Gottesoffenbarung kommen!“ sagt Friedrich W. Weber in „Dreizehnlinden“

„Gott wohnt, wo man ihn einlässt.“ 

Gott wohnt auch nur in seiner Kirche, wenn sie ihn einlässt. Auch die Kirche lebt im Advent. Sie muss immer fragen und sich erneuern. Sie ist nicht das Ziel, aber sie hat ein Ziel. Sie muss den Menschen dienen, ihnen helfen, sie ermutigen zur Liebe. Denn nur wo die Liebe lebendig ist, da ist Gottes Reich. Wer sich ständig nur auf das Alte beruft und den Menschen Antworten gibt auf Fragen, die sie gar nicht haben, sperrt Gott aus. 

„Wo wohnt Gott?“ – Gott wohnt, wo man ihn einlässt!

Ihr Pfarrvikar

Heribert Hatzl

Bockerl

Verborgen hinter harten Schuppen lagert der Keim für Neues, den neuen Baum.
Zeichen der Hoffnung: Manchmal müssen harte Schalen aufgebrochen werden, um den Keim des Lebens zu finden.

Irene AMANN-KANELUTTI

Netzwerk-gottesdienst

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