Gedanken zum 4. Adventsonntag

20. Dez 2020 | Advent, Ankündigungen, GuterGedanke, Spirituelles

In jenen Tagen als König David in seinem Haus wohnte und der Herr ihm Ruhe vor allen seinen Feinden ringsum verschafft hatte,
sagte er zu dem Propheten Natan: Ich wohne in einem Haus aus Zedernholz, die Lade
Gottes aber wohnt in einem Zelt.
Natan antwortete dem König: Geh nur und tu alles, was du im Sinn hast; denn der Herr ist mit dir.
Aber in jener Nacht erging das Wort des Herrn an Natan:
Geh zu meinem Knecht David, und sag zu ihm: So spricht der Herr: Du willst mir ein Haus bauen, damit ich darin wohne?
Ich habe dich von der Weide und von der Herde weggeholt, damit du Fürst über mein Volk Israel wirst,
und ich bin überall mit dir gewesen, wohin du auch gegangen bist. Ich habe alle deine Feinde vor deinen Augen vernichtet, und ich will dir einen großen Namen machen, der dem Namen der Großen auf der Erde gleich ist.
Ich will meinem Volk Israel einen Platz zuweisen und es einpflanzen, damit es an seinem Ort sicher wohnen kann und sich nicht mehr ängstigen muss und schlechte Menschen es nicht mehr unterdrücken wie früher
und auch von dem Tag an, an dem ich Richter in meinem Volk Israel eingesetzt habe. Ich verschaffe dir Ruhe vor allen deinen Feinden. Nun verkündet dir der Herr, dass der Herr dir ein Haus bauen wird.
Wenn deine Tage erfüllt sind und du dich zu deinen Vätern legst, werde ich deinen leiblichen Sohn als deinen Nachfolger einsetzen und seinem Königtum Bestand verleihen.
Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein.
Dein Haus und dein Königtum sollen durch mich auf ewig bestehen bleiben;
dein Thron soll auf ewig Bestand haben.

Liebe Schwestern und Brüder!

Vielleicht haben sie das schon einmal erlebt: Sie bekamen ein Geschenk und sagten: „Oh, ist das aber schön!“ Aber zugleich ging es ihnen durch den Kopf: Was soll ich damit anfangen? Was für ein Unsinn, mir so etwas zu schenken! Weg damit! Peinlich die kommen demnächst auf Besuch, dann muss ich das Geschenk sichtbar im Wohnzimmer aufstellen!

Wie unsinnig ist manche Schenkerei geworden. Es ist oft nichts anderes, als gekaufte Waren auszutauschen. Die meisten Menschen haben heute alles, was sie brauchen und was ihnen Freude bereitet.

Nach Weihnachten suchen viele Menschen wieder die Geschäfte auf, um ihre Geschenke umzutauschen oder gegen etwas anderes einzutauschen.

Gibt es für Gott auch die Möglichkeit, etwas einzutauschen, das ihm nicht gefällt?
Wo kann Gott etwas loswerden, was er von den Menschen nicht will?
Die heutige Lesung gibt uns eine Antwort!
David, der große König von Israel will Gott mit einem großen Geschenk überraschen und ehren. Er hat ein großes Reich geschaffen. Das Nordreich Israel und das Südreich Juda hat er vereint und Jerusalem zur Hauptstadt gemacht. Sein Aufstieg zur Macht war schwierig. Er selbst wohnt in einem Palast, Gott aber noch immer in der „Bundeslade“. Der Bau eines Tempels, eines Palastes für Gott, würde diesen Aufstieg zur Macht krönen. Ein Haus für Gott, vom König erbaut, das wäre die Krönung seines Lebens.

Gott aber weist seine Ehrung ab. Er will dieses Geschenk nicht, mit dem fängt er nichts an. Der Prophet Nathan bringt den Mut auf, dem König zu sagen, dass dieser Plan bei Gott keinen Anklang findet. Es wird genau umgekehrt sein: Gott wird dem König einen Tempel bauen, ein Haus, das nie mehr vergeht.

Der Prophet macht David klar, dass nicht der Mensch es ist, der für Gott ein Haus baut. Nicht der Mensch lässt Gott wohnen! Umgekehrt: Gott ist der Gastgeber, er schafft dem Menschen einen Wohnung – einen Palast. Der Mensch ist der Tempel in dem Gott wohnt.

Der Mensch ist nicht der Besitzer der Erde. Er ist nur Gast. Gott ist der Eigentümer.

Das feiern wir zu Weihnachten. Gott selbst ist in Jesus Mensch geworden. Die Bibel sagt, er ist aus dem Stamme David.
In Jesus ist ablesbar, wie Gott ist und was Gott will. Zu Weihnachten hat er uns das größte Geschenk gemacht: Es ist das Fest des Gottessohnes – ein Tempel, der nicht zerstört werden kann.

Ein gesegnetes Geburtsfest Jesu wünscht Ihnen
Ihr Pfarrvikar
Heribert Hatzl

Stern:

Die 4 Weisen folgten dem Stern, der ihnen den Weg leuchtete.
Zeichen der Hoffnung: Immer wieder leuchtet für uns ein heller Stern auf, der uns den Weg durch die Dunkelheit führt.

Irene AMANN-KANELUTTI

Netzwerk-gottesdienst

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