Gedanken zum Evangelium vom 14. Februar 2021

14. Feb 2021 | Ankündigungen, GuterGedanke, Spirituelles

Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du mich reinmachen. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will – werde rein! Sogleich verschwand der Aussatz und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg, wies ihn streng an und sagte zu ihm: Sieh, dass du niemandem etwas sagst, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis.
Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die Geschichte, sodass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.

Liebe Schwestern und Brüder!

Wer würde in der derzeitigen Situation nicht auch an Corona denken. Unser „Aussatz“. Ich erinnere mich ganz an den Beginn der Pandemie, Anfang Februar, die ersten Meldungen über ein Virus in China, ganz klar, die Chinesen…mit ihren üblen Tiermärkten….naja, uns betrifft das nicht. Dann der erste Lockdown….Angst und Verunsícherung machen sich breit.
Menschen werden weggesperrt, abgesondert. Natürlich mit bester Absicht, damit sie NICHT von diesem „Aussatz“ befallen werden. Aber doch: Isolation, Einsamkeit, Trauer
Und so geht es schon seit einem Jahr, immer wieder quält uns dieser Virus, drängt Menschen an den Rand, in die Isolation.

Was bedeutet das konkret: Nun ich denke, was wirklich fehlt sind nicht Nahrungsmittel, Klopapier oder irgendwelche sonstige Güter, oder der Friseur ( wobei….ich denke ,in der Lesung steht, wir sollen das Haupthaar ungekämmt lassen…..in dieser Liga spiele ich definitiv mit!!!!!)
Nein, was wirklich fehlt, sind körperliche Nähe und Gesellschaft. Und das hat die Ausgestoßenen damals genauso getroffen wie uns heute. Der Mensch ist nicht zum Alleinsein geschaffen, Er braucht Nähe, Berührung. Er will Augen und Mund lachen sehen, er will umarmt werden und Körperwärme spüren. Er will geliebt werden.
Heute ist Valentinstag, der Tag der Liebe.
Der Märtyrer Valentin
Der heilige Valentin, der am 14. Februar 269 als Märtyrer starb, war Bischof in der nördlich von Rom gelegenen Stadt Terni. Er stand bei Christen und Heiden in hohem Ansehen. Angeblich wollte ihn sogar Kaiser Claudius II. kennen lernen. Der Kaiser verlangte von Valentin eine Bekehrung zum römischen Glauben, die Valentin verweigerte, woraufhin er einem der kaiserlichen Berater, der ihn in Gewahrsam nahm, übergeben wurde. Dort heilte er die blinde Tochter des Mannes, was zur Folge hatte, dass sich die ganze Familie taufen ließ. Valentin wurde durch Enthauptung hingerichtet und auch die Familie des Rates fand den Tod. Jahrhundertelang war Valentins Gedenktag im Heiligenkalender verzeichnet. Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist er vom Kalender gestrichen worden, da die Quellen rund um ihn zu verworren sind. Die Volkstraditionen am Valentinstag sind jedoch erhalten geblieben.

Seit dem Jahr 350, also schon 80 Jahre nach seinem Tod, wurde das Valentins-Fest am 14. Februar gefeiert. Der heilige Bischof und Märtyrer Valentin muss eine Vorzugsstellung und eine besondere Ausstrahlung in der frühchristlichen Frömmigkeit gehabt haben. So galt Valentin als Patron der Verliebten und Brautleute, denen man den Segen und die Fürbitte des heiligen Valentin wünschte. Valentin soll einmal einem verliebten Paar zur Flucht und gegen den Willen der Eltern zur Ehe verholfen haben. Damit gilt er auch als der Stifter glücklicher Ehen trotz Hindernissen.

Jesus liebt die Menschen auf eine sehr irdische Art. Er wird berührt vom Leid der Menschen und fühlt mit ihnen. Und so setzt er seine Macht ein, um zu heilen. Diese göttliche Kraft der Heilung, die er durch den Vater hat, setzt er ein, um Leid zu lindern.
Welche heilende und liebende Kraft haben wir? Ist es die Hand der Mutter, die sich auf die schmerzende Stelle legt, und einmal vorsichtig „ den Schmerz wegbläst“? Ist es die Hand, die wir jemandem reichen, um ihm nahe zu sein? Ist es das „Hinschauen“ auf Not und Bedürfnisse?
Oder kann es auch eine politische Dimension haben? Nicht still sein, wenn es um Flüchtlingsfragen oder Umweltschutz geht. Ich denke., wir Christen haben immer auch eine politische Aufgabe. Wir haben in Christus ein großes politisches Vorbild, das universell gültig ist.. Er hat nicht weggeschaut, wenn es um Ausgegrenzte, um Ausgestoßene ging. Schon seine Geburt wurde von den Hirten, also von Menschen ganz am Rand der damaligen Gesellschaft, aufgenommen. Ein wahrhaft politischer Moment zu Beginn seiner Menschwerdung. Kann es für die Liebe zum Menschen Grenzen geben?

Also ..Valentinstag, Tag der Liebenden.
Besinnen wir uns auf die Liebe, die caritative, die politische und die ganz nahe.
Gott IST die Liebe…………….versuchen wir auch, DIE LIEBE zu sein.

Ihr
Irene Amann-Kanelutti

Netzwerk-gottesdienst

Kontakt

Pfarre Kagraner Anger

Kagraner Anger 26
1220 Wien

Tel: +43 1 203 23 57
EMail: office@pfarrekagraneranger.at

Kanzleizeiten

Montag, Dienstag  und
Donnerstag 8.00 - 13.00 Uhr 

Bitte beachten Sie beim persönlichen Besuch die Einhaltung der Hygienemaßnahmen wie Maskenpflicht, 1m Abstand und Handhygiene.

Außerhalb dieser Zeiten sprechen Sie Ihr Anliegen bitte auf den Anrufbeantworter oder Sie schreiben uns eine E-Mail.

► Gottesdienste

► Caritas

Archive