Gedanken zum Evangelium vom 7. Februar 2021

7. Feb 2021 | Ankündigungen, GuterGedanke, Spirituelles

In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas.
Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie
und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.
Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war.
In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich.
Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen.Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.

Liebe Schwestern und Brüder!

„Alle suchen dich!“ So steht es heute im Evangelium. Suchen ihn wirklich alle? Es scheint ganz gut auch ohne ihn zu gehen. Warum soll man ihn dann suchen? Er schickt keine Engel, die die guten Menschen belohnen und die Bösen gleich bestrafen.
Was suchen die meisten Menschen wirklich? Sich nicht Jesus! Viele suchen Ansehen, möchten schnell berühmt sein und viel Geld verdienen. Da schmücken sich manche sogar mit fremden Federn. Aber wir alle haben Sehnsucht nach Frieden, auch wenn die Welt voll ist mit Waffen.
Gerade jetzt spüren wir, wie kostbar die Gesundheit ist. Was nützt uns aller Wohlstand, wenn wir nicht genießen können?
Jeder Mensch sehnt sich nach Geborgenheit, möchte angenommen werden, wünscht sich ein glückliches Leben zu führen.
Es ist aber merkwürdig: Je höher manche hinaufkommen, um so mehr streben sie nach Macht. Diese ist verbunden mit Geld und da verlieren sie dann den Blick auf die Wirklichkeit.
Hat schon Goethe gesagt: „Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt.“ Jeder Mensch sucht etwas, von dem er meint, dass es ihn glücklich macht.
Wen hat eigenlicht Jesus gesucht? Er hat Zeit seines Lebens den Vater gesucht! Deshalb ist er immer wieder in die Einsamkeit gegangen, hat die Stille gesucht im Gebet.
Vielleicht liegt darin der Grund, warum viele Menschen heute nicht zu Gott finden. Immer wieder kann man hören: „Ich habe keine Zeit, ich bin in Eile, ich muss das noch erledigen…“ Und wenn dann plötzlich ein Schicksalsschlag kommt, der Tod eines lieben Menschen, ein Unglück — was dann?
Martin Gray, der jahrelang im KZ war und nach dem Krieg mit Frau und Kindern in Frankreich ein neues Leben begann, erlitt einen schrecklichen Schicksalsschlag. Sein Haus wurde ein Raub der Flammen und Frau und Kinder kamen ums Leben. Er zerbrach fast an dieser Tragödie. Er verzichtete auf eine Untersuchung der Ursachen, es würde Menschen nur noch belasten. Er würde noch einsamer werden. So sagte er sich: „Ich muss für etwas und nicht gegen etwas leben!“
Das würde heißen: Jesus suchen. In jeder Lebenssituation das Positive sehen, einen Sinn erkennen, auch wenn sich im Augenblick noch keiner finden lässt.
Auch in schwierigen Zeiten zu überlegen: Vielleicht möchte Gott uns damit etwas sagen!

Ihr
Heribert Hatzl
Pfarrvikar 

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