Gedanken zum Jahreswechsel 2021/22

31. Dez 2021 | Ankündigungen, GuterGedanke, Spirituelles

Liebe Schwestern und Brüder!

Ich habe nie verstanden, warum manche Menschen so versessen sind, Silvester zu feiern. Weil das der letzte Tag im Jahr ist? Das ist eine rein willkürliche Festlegung, auf die man sich geeinigt hat. Die Römer haben z.B. im März begonnen das neue Jahr zu feiern. Ein Jahr ist die Zeit, die notwendig ist, dass die Erde einmal um die Sonne herum läuft, mit einer Geschwindigkeit von 108.000 km/sec.
Die meisten Menschen wissen wahrscheinlich gar nicht, wer Silvester war. Silvester I. war ein Papst, der am 31. Dezember im Jahr 325 gestorben ist. Geboren in Rom, aus einer vornehmen Familie, empfing er 284 die Priesterweihe und am 31. Jänner 314 wurde er zum Bischof von Rom und damit zum Papst gewählt. Seine Amtszeit war geprägt durch die gleichzeitige Herrschaft von Kaiser Konstantin, der den Christen 313 durch das Mailänder Edikt den Frieden brachte und fortan Papst und Kirche großzügig unterstützte.
22 Jahre dauerte das Pontifikat von Silvester. Beigesetzt wurde er in der von ihm errichteten Priscilla-Katakombe.
Sein Kult verbreitete sich rasch in Europa und schon im 5. Jahrhundert feierte man das Silversterfest. Soweit die Geschichte!
Für uns ist wieder eine Jahr zu Ende gegangen. Es war nicht ganz problemlos: Corona-Virus, Impfungen, drei Bundeskanzler, ständig Demos, gespaltene Gesellschaft, Abschied von lieben Menschen und vieles mehr!
Was wird uns das Jahr 2022 bringen? Das weiß niemand!
Zwei Mönche hatten sich unabhängig voneinander im Dickicht eines Waldes verirrt und beide haben keinen Ausweg mehr gefunden. Da trafen sie auf einmal aufeinander und der eine Mönch fragte den anderen nach dem Weg aus der Wildnis des Waldes. Da meine der eine: „Ich kann dir den Weg nicht zeigen, aber wir können ihn gemeinsam suchen!“
Es gibt im Leben Situationen, wo wir vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen und vor lauter Problemen keine Lösung finden. Da ist es gut, wenn wir einen Menschen zur Seite haben, der mit uns den Weg geht. Im Laufe des Jahres ist in der Pfarre so viel Gutes geschehen durch den Besuchsdienst — alten Menschen, die nicht mehr zum Gottesdienst kommen konnten, wurde gezeigt, wie wertvoll sie für die Pfarre sind. Es gibt nichts Schlimmeres, als das Bewusstsein von „Ich bin abgeschrieben“! Jeder Mensch braucht das Gespräch und den Kontakt mit anderen Menschen.
Ich möchte am Ende eines Jahres allen herzlich danken, die sich um andere gekümmert haben und die ihre Fähigkeiten in die Gemeinschaft eingebracht haben.
So können wir am Ende des Jahres mit Dietrich Bonhoeffer sagen:
„Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Heribert Hatzl, Pfarrvikar

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