Sa 11. April, Osternacht

11. Apr 2020 | GuterGedanke

Nach dem Sabbat, beim Anbruch des ersten Tages der Woche, kamen Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Und siehe, es geschah ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Sein Aussehen war wie ein Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee. Aus Furcht vor ihm erbebten die Wächter und waren wie tot. Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch den Ort an, wo er lag! Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden und siehe, er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. Sogleich verließen sie das Grab voll Furcht und großer Freude und sie eilten zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.

Und siehe, Jesus kam ihnen entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen.

Liebe Schwestern und Brüder!

Eine solche Osternacht hat noch niemand erlebt. Leere Kirchen, keine Auferstehungsfeier, keine Osterfreude!

Dabei ist Ostern nicht ein Fest, neben den anderen Festen, die wir im Laufe des Kirchenjahres feiern, sonder das Urfest der Christen schlechthin. Alle Sonntage des Jahres sind im Grunde wiederholte Osterfeiern. Ohne das Osterereignis gäbe es überhaupt keine Feste. Es gäbe keine Evangelien, keine Kirchen und Dome, keine Gottesdienste und religiöse Lieder. Wir hätten niemals den Namen „Jesus“ gehört. Es gäbe keine christliche Kunst, keine christliche Musik, kein christlich geprägtes Abendland.

Alles steht und fällt mit der Botschaft vom leeren Grab!

„Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten? Ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier, er ist auferstanden!“

Die Osterberichte im Neuen Testament lassen sich in ihren Einzelheiten nicht auf einen Nenner bringen. Aber alle sind einig in dem Zeugnis: Er, der gekreuzigte Jesus ist auferweckt!

Das erste Zeugnis haben wir von Paulus: „Ist Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube ist sinnlos.“

In unserer Zeit gibt es für alle möglichen Dinge Umfragen. Ein Großteil der praktizierenden Christen sagt, dass mit dem Tod alles aus ist. Er ist noch keiner zurück gekommen!

Ist alles in unserem Leben beweisbar? War bringt mir ein Beweis konkret für mein Leben?

Kann man vielleicht eine personale, beglückende Liebe mit dem Mikroskop messen?

Beruht beglückende Liebe nicht vielmehr auf der Basis des Vertrauen? Ich liebe dich, weil ich dir vertraue!

Der gekreuzigte Jesus zeigt uns, wie weit Liebe gehen kann. Er hört auch dann nicht zu lieben auf, wo sie ihn ans Kreuz geschlagen haben.

In der Auferwecken Jesus Saft uns Gott: Jesu Leben und Hingabe war richtig. Das Leben hat nur in der Liebe eigenen Sinn. Liebe ist Geben und Empfangen! Wer in seinem Leben versucht zu lieben, zu glauben, zu hoffen, der begegnet tagtäglich dem Auferstandenen. Für den ist auch dann Ostern, wenn er wie heuer, keinen schönen und festlichen Ostergottesdienst feiern kann.

Auch wenn heuer alles ganz anders ist, möchte ich trotzdem allen ein frohes und gesegnetes Osterfest wünschen. Möge jeder von uns spüren: „Jesus lebt!“

Ihre Pfarrvikar
Heribert Hatzl

Gott, unser Vater,
segne + Fleisch, Eier, Brot und alle Speisen,
die wir für das häusliche Ostermahl
vorbereitet haben.
Führe uns in Liebe zusammen
Und lass uns in Freude Ostern feiern.
Erfülle uns mit deiner Kraft,
dass wir jetzt mit Christus leben
und einst mit ihm auferstehen,
der mit dir lebt und herrscht
in Ewigkeit. Amen.

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Gottesdienst Osternacht
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