So 10. Mai, Muttertag

10. Mai 2020 | GuterGedanke

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Euer Herz lasse sich nicht verwirren.
Glaubt an Gott
und glaubt an mich!
Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre,
hätte ich euch dann gesagt:
Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin
und einen Platz für euch vorbereitet habe,
komme ich wieder
und werde euch zu mir holen,
damit auch ihr dort seid, wo ich bin.
Und wohin ich gehe –
den Weg dorthin kennt ihr.
Thomas sagte zu ihm:
Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst.
Wie können wir dann den Weg kennen?
Jesus sagte zu ihm:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Wenn ihr mich erkannt habt,
werdet ihr auch meinen Vater erkennen.
Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.
Jesus sagte zu ihm:
Schon so lange bin ich bei euch
und du hast mich nicht erkannt, Philippus?
Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.
Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin
und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst.
Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke.
Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist;
wenn nicht,
dann glaubt aufgrund eben dieser Werke!
Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt,
wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere als diese vollbringen,
denn ich gehe zum Vater.

Liebe Schwestern und Brüder!

Den Muttertag halte ich besonders in Ehren, ich liebe diesen Tag. Ich habe aber etwas dagegen, wenn er begangen wird wie der Tag des Baumes oder der Tag des Brotes. Wer nur einmal im Jahr daran denkt, dass er eine Mutter hat, hat die Bedeutung dieses Tages nicht begriffen.Die Mutter muss man immer hoch leben lassen, nicht nur einmal im Jahr. Nur das alte Klischee der Mutter, das man einmal hatte, ist heute überholt. Sie sitzt nicht mehr zu Hause, kocht, wäscht und stopft die Strümpfe. Von ihr wird heute viel mehr gefordert. Neben ihrer Arbeit als Hausfrau ist sie eingespannt in einen beinharten Wirtschaftsprozess. Wenn sie von der Arbeit nach Hause kommt, beginnt die Arbeit von neuem.
Das Bild der Mutter hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Da ist einmal der Wunsch nach Kindern. Der ist viel ehrlicher als früher. Die meisten Frauen, die heute ein Kind bekommen, erwarten es voll Freude. Rund um die Schwangerschaft gibt es eine Menge Hilfen. Angefangen von der Ernährung bis hin zu den Erziehungsfragen. Dabei spielen auch die Väter eine wichtige Rolle.
Ich denke, jede Mutter möchte eine gute Mutter sein. Aber wenn es dann keine einzige Nacht mehr gibt, in der sie einmal durchschlafen kann, erkennt jede Mutter ihre Grenzen. Da kann dann schon das Bedürfnis stark werden, etwas für sich selbst zu tun. Wenn die Kinder groß genug sind, wieder in den Beruf zurückzukehren.
Auf alle Fälle braucht es heute für eine Frau Mut für ein Kind. Eine Partnerschaft kann sehr schnell durch Überforderung leiden. Die Gefahr, am Partner vorbeizuleben, ist leicht gegeben, wenn für das Frohe, das Schöne, das Erholsame keine Zeit mehr bleibt. Deshalb ist es gerade heute wichtig, sich immer wieder gemeinsam zu besinnen, wie in der Familie das Leben gestaltet wird. Es ist wichtig zu lernen im rechten Augenblick NEIN oder JA zu sagen.
Das Wort Jesu passt heute sehr gut: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren.“ Es braucht gerade heute für Mütter Ermutigungen, den Kindern viel Vertrauen mitzugeben. Das erfordert eine Auseinandersetzung mit den eigenen Bedürfnissen. Das Gebot der Nächstenliebe bleibt auch ein Gebot der Selbstliebe. Wer nur mehr selbst-los ist, ist das „Selbst“ irgendwann einmal los. Man darf sich nicht wundern, dass man mit dem Partner/der Partnerin nicht länger leben kann, wenn man sein ICH verloren hat.
Liebe Mütter!
Ihr habt heute Euren großen Tag! Wenn dieser Tag auch nicht so gefeiert werden kann, wie in Zeiten der Gesundheit, hat trotzdem jeder Mensch Grund, Gott für seine Mutter zu danken. Ob sie lebt oder schon zu Gott vorausgegangen ist – jeder Mensch hat eine Mutter. In jeder Mutterliebe wird die Liebe Gottes zu uns Menschen klar und deutlich sichtbar.
Danke , liebe Mutter!

Ihr Pfarrvikar

Heribert Hatzl

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