So 24. Mai, Gedanken zur heutigen Lesung

24. Mai 2020 | GuterGedanke

Als Jesus in den Himmel aufgenommen war,
kehrten die Apostel von dem Berg,
der Ölberg genannt wird und nur einen Sabbatweg von Jerusalem entfernt ist, nach Jerusalem zurück.
Als sie in die Stadt kamen,
gingen sie in das Obergemach hinauf,
wo sie nun ständig blieben:
Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas,
Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, der Zelot, sowie Judas, der Sohn des Jakobus.
Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet,
zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.

Liebe Gemeinde,
die Apostelgeschichte erzählt uns heute, was die Jünger, nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist, gemacht haben.
Sie gingen nach Jerusalem, aber sie gingen nicht in den normalen Alltag zurück.
Sie zogen sich zum gemeinsamen Gebet in das Obergemach, das wahrscheinlich der Raum des letzten Abendmahls war, zurück.
Sie verharrten nicht dort, wo sich die ganz alltäglichen Handlungen abspielten.
Gemeinsam mit den Frauen beteten sie, kamen zur Ruhe nach der aufregenden und unsicheren Zeit. Der Zeit der Verfolgung bis zum Tod Jesu. Der Verunsicherung ob alles zu Ende war, jetzt wo er gestorben war.
Seiner Auferstehung und der Unsicherheit was das bedeutet, ob er wirklich noch lebt. Die Erscheinungen Jesu bis zu seiner Himmelfahrt nach 40 Tagen, das Erkennen, dass Jesus wirklich auferstanden ist und jetzt bei seinem Vater weilt.
All das musste, fern vom Trubel des Alltags erst geordnet und im gemeinsamen Gebet vertieft werden.
Die Erlebnisse mit dem auferstanden Jesus haben sie dazu geführt, sich diese Zeit und den Raum der Besinnung zu geben.
Außergewöhnliche Ereignisse und Situation führen zu Unsicherheit und Ängsten.
Wir erleben gerade eine Veränderung in unserem Lebensrhythmus, die sehr tiefgreifend ist.
Wir sind mit Einschränkungen konfrontiert, die wir bisher nicht gekannt haben. Manche von uns auch mit existentiellen Ängsten, wie Verlust der Arbeit und den damit verbundenen Verlust des gesicherten Einkommens.
In dieser Situation ist es gut, dass wir jetzt wieder die Möglichkeit haben, uns von diesem neuen Alltag zurück zu ziehen und uns hier in der Kirche zum gemeinsamen Gebet zu versammeln.
Die Kirche, sozusagen unser Obergemach, in das wir uns begeben, um uns durch dieses gemeinsame Beten zu stärken.
In der Gewissheit, dass Jesus mitten unter uns ist.

Wir können vor Gott unsere Sorgen und Ängste, Hoffnungen und Freuden tragen.
Dass wir im Gebet die Kraftquelle für unser Leben finden, zeigt uns auch das Gebet Jesu im heutigen Evangelium, das er betete, bevor er mit seinen Jüngern in den Garten Gethsemane ging.
Es zeigt uns unsere starke Verbindung zu ihm und durch ihn zum Vater.
Ganz besonders stark drückt er diese Verbundenheit mit den Worten aus: „Alles was mein ist, ist dein und was dein ist, ist mein, in ihnen bin ich verherrlicht.“
Wir können darauf vertrauen, dass unser Gebet Gott erreicht. Jesus hat bis zu seinem Tod auf die Kraft des Gebetes vertraut, das können wir auch.
Amen

Gerhard Hladky
Diakon

 

Jesus erhob seine Augen zum Himmel und sagte:
Vater, die Stunde ist gekommen.
Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht! Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben,
damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das aber ist das ewige Leben:
dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus.
Ich habe dich auf der Erde verherrlicht
und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir
mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war!
Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast.
Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben
und sie haben dein Wort bewahrt.
Sie haben jetzt erkannt,
dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist.
Denn die Worte, die du mir gabst,
habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen.
Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast.
Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich,
sondern für alle, die du mir gegeben hast;
denn sie gehören dir.
Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht.
Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.

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