2. Sonntag nach Weihnachten, 2. Jänner 2022

2. Jan 2022 | Ankündigungen, GuterGedanke, Spirituelles

Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne es wurde nichts, was geworden ist.
In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.

Liebe Schwestern und Brüder!
Eine Pfarre kann man zwar nicht mit einem Supermarkt vergleichen, aber was das Publikum angeht, so ist es genauso gemischt, wie in einem Supermarkt: Da gibt es Junge und Alte, Gescheite und weniger Begabte, Arme und Begüterte, Kinder und Jugendliche und die verschiedenen Gruppierungen, die zur Zeit stark beeinträchtigt sind durch das Corona-Virus.
Aber zunächst einmal ein herzliches „DANKE“ dem ganzen Personal, das den „Supermarkt Pfarre Kagraner Anger“ fast zu allen Zeiten geöffnet hält. Wenn es nicht so viele ehrenamtliche Kräfte gäbe, könnten wir dem großen Kundenstamm nicht gerecht werden. So ist dafür gesorgt, dass unsere Regale ein breitgefächertes Angebot aufweisen, und dass die meisten Menschen sich in unserem „Supermarkt“ wohlfühlen.
Allerdings unterscheiden wir uns von einem Supermarkt. Nicht der/die Kunde/in bestimmt, was im Warensortiment zu stehen hat. Wir sind eher mit einer Apotheke vergleichbar. Die verkauft nicht, was die Menschen haben wollen, sondern das, was sie tatsächlich brauchen. Und da haben wir ein Problem. Viele Menschen decken sich mit überflüssigen Produkten ein, die den Hunger der Seele nicht stillen.
Manche behandeln die Taufe, die Erstkommunion, die Firmung wie Frischwaren mit kurzem Haltbarkeitsdatum. Wir dagegen möchten Tiefkühlkost reichen, die nicht so schnell verdirbt.
Zum Ladenhüter verkommen ist das Bußsakrament. Keiner hat mehr Schuld. Und zunehmend wird auch der Sonntag ins Abstellfach gelegt. Doch gerade der Sonntag ist es, der uns zusammenhält.
Manchmal komme ich mir vor, wie ein Filialeiter, zu dem man kommt, wenn man für eine Tombola zur Vereinsfeier etwas braucht. Ich bin dann gefragt, wenn es um eine Hochzeit oder um ein Begräbnis geht.
Ich habe den Eindruck, dass wir in unserem „Supermarkt Kirche“ unsere Ware zu Billigpreisen verschleudern. Mache Glaubensgemeinschaften oder Sekten fordern von ihren Anhängern enorm viel.
Sie kennen den Spruch: „Wenn Sie mit uns zufrieden sind, sagen Sie es bitte weiter. Wenn nicht, dann sagen Sie es uns!“
Die beste Werbung ist immer das gute Beispiel. Dass so wenig Jugendliche hier sind, liegt auch daran, dass zu Hause zu viel Kirchenkritik aus den Massenmedien kommt, ohne dass Gegenstimmen vorhanden sind.
Nicht alles lässt sich in der Kirche reißerisch aufmachen. Das stille Gebet, der Krankenbesuch, die Mitfeier des Gottesdienstes treten nicht in die Öffentlichkeit.
So darf ich allen, die treue Kunden in dem „Supermarkt Pfarre Kagraner Anger“ sind, für ihre Treue herzlich danken. Für das Neue Jahr wünsche ich mir, dass wir mehr brauchen als Konsumgüter — nämlich eine tiefe Sehnsucht, die uns Gott näher bringt.

Ihr
Heribert Hatzl
Pfarrvikar

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Kagraner Anger 26
1220 Wien

Tel: +43 1 203 23 57
EMail: office@pfarrekagraneranger.at

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